Was kaum jemand über mich weiss …

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Als Wunder (griechisch θαῦμα thauma) gilt umgangssprachlich ein Ereignis, dessen Zustandekommen man sich nicht erklären kann, so dass es Verwunderung und Erstaunen auslöst. Es bezeichnet demnach allgemein etwas Erstaunliches und Außergewöhnliches. (Wikipedia)

In meiner Coachingausbildung hatten wir die Aufgabe aufzuschreiben, was andere auf keinen Fall über einen wissen dürften. Etwas, das uns so was von peinlich und unangenehm ist, uns beschämt, dass wir am liebsten nie wieder darüber nachdenken, geschweige denn jemandem davon erzählen möchten. 

Schon Einstein wusste, dass wenn sich andere Ergebnisse einstellen sollten, es neue Handlungen braucht. Was war naheliegender, als mit meiner eigenen Methode The Work das Thema anzuschauen. Und da es ziemlich kniffelig ist, sich selber an den Haaren aus dem berühmten Sumpf zu ziehen, überliess ich die Begleitung durch meine Geschichte, die Vorurteile über die nicht buchenden Kunden, das fehlende Geld, meine Schuldgefühle, weil ich es nicht auf die Reihe kriegte, egal, wie sehr ich mich angestrengt hatte, und vieles mehr einem versierten Kollegen. Ich investierte in mich selbst und startete eine Coachingserie, offen für alles, was dabei herauskommen sollte.

Und so viel ich schon an diesen Themen gearbeitet habe, es kommt immer wieder die Herkunftsfamilie zum Vorschein, und die hat allerhand zu bieten :-).

Aber ich wollte ja etwas zum Thema Wunder erzählen und was kaum jemand über mich weiss bzw. nach diesem Posting müsste es dann eher heissen wusste.

Vor einigen Jahren bemerkte ich, dass mein Gehör nachlässt, das ist sehr unangenehm und beängstigend, wenn frau noch nicht mal 50 ist. Ich habe es sehr lange verdrängt, bis ich eines Tages ein Referat vergeigt habe, da ich die Fragen der Zuhörenden nicht richtig verstand. Ok, einmal nachfragen ist ja drin, aber auch dann kamen nur Bruchstücke davon in meinem Hirn an. Ich gab dann irgendeine 08/15-Antwort, was ja gar nicht meine Art ist und auch meiner Kompetenz zu dem Thema keine Genüge tat. Und ein weiterer Effekt war, dass ich ohne Punkt und Komma redete, das Fragen stellen bis ans Ende herauszögerte und die armen Leute total zutextete. Es hätte eine meiner wertvollsten Referenzen werden können, doch das Feedback kam postwendend. Professionell, höflich und knallhart. Das war der Punkt, wo ich mich entschied, mich dem Problem zu stellen und mir Unterstützung zu holen.

Seit ich nun in der beschriebenen Coachingserie bin, fühlt sich nicht nur mein Business viel leichter und entspannter an, ich höre plötzlich Dinge, von denen ich nicht wusste, dass es sie gibt. Zum Beispiel haben wir eine antike Pendeluhr. Bevor die Stunde schlägt, macht sie ein kurzes Bimmelgeräusch, das habe ich gestern das erste Mal gehört. Oder meinen Wecker, der morgens im oberen Stockwerk läutet, weil ich ihn vergessen habe abzustellen. Bislang rief mein Schatz mir zu: „Du, dein Wecker läutet.“ Doch heute Morgen war er nicht da, der Schatz; ich stand in der Küche und hörte ein Geräusch – meinen Wecker!

Mir war schon länger klar, dass es für mich darum geht, nach innen zu hören – und genau das machen wir mit The Work. Und dass sich oft etwas in einem Bereich verändert, den wir gar nicht aktiv anschauen, wusste ich aus eigener Erfahrung auch. Doch es zu erleben zu einem Handicap, das ich schon so lange mein Eigen nenne und zu dem ich nicht mehr glaubte, dass ein Fortschritt (in die positive Richtung notabene) möglich wäre, das ist mein ganz persönliches WUNDER, das ich mit dir teilen möchte. ❤

∆ Aufgeräumt denken ∆