Wo darf die Reise denn hin gehen?

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Wie weit ist weit genug? Träumst du davon, alles hinter dir zu lassen, für ein paar Wochen zu verreisen, an einen Ort, wo dich keiner kennt? Wo alle deine Probleme auf ein Minimass zusammenschrumpfen? Dich weder Mann noch Arbeitskollegen nerven, du einfach deine Ruhe hast?

Liest sich nicht schlecht. Funktioniert es auch? Meine mutige Aktion beschränkte sich vor Jahren darauf, ein paar Tage alleine zu verreisen und ich merkte, wie alleine ich mich mit mir fühlen kann. Das machte mich noch trauriger als gemeinsam in der Beziehung einsam zu sein. Sicher hast du den Spruch „Man nimmt sich immer mit“ schon gehört. Er sollte sich bewahrheiten. Ich schien ganz einfach nicht fürs Alleinsein geschaffen.

Wenn mir der Sinn danach stand, war ich nie lange alleine. Ich wollte unbedingt zu jemandem gehören. Und wie es so kommt, ich geriet immer an sehr eigenständige Männer, die sehr gut für sich schauen konnten und ihren Urlaub total genossen. Statt kundzutun, dass mir langweilig ist oder dass ich mir das etwas anders vorgestellt hatte, verkrümelte ich mich in meine Innenwelt und träumte den schönen Traum weiter.

Es blieb mir nichts anderes übrig, als zu lernen, für mich da zu sein, wenn meine Begleiter keine Anstalten machten, diesen Job zu übernehmen. Und für jemanden, der so verwöhnt und umhätschelt aufgewachsen ist wie ich, ein hartes Los.

Und heute? Ja, immer mal wieder tappe ich voll in mein Prinzessinen-Näpfchen, fühle mich vernachlässigt und unbedeutend. Und erlaube mir, zu wählen. Will ich weiter in meinem Sumpf herum dümpeln oder wechsle ich die Spur? Ja, immer häufiger entscheide ich mich für den Spurwechsel, auf die Überholspur notabene. Manchmal auch für den mentalen „Pannenstreifen“, wo ich die „Warnblinker“ setze, herunterfahre und spüre, was ich genau in dem Moment für mich tun kann.

Atmen ist ein guter Tipp, bewusst atmen und darauf vertrauen, dass sich alles in meinem Inneren ordnet. Weil alle Antworten schon da sind. Und wenn ich die Ohren auf die Frequenz „innen“ ausrichte, kann ich sie hören.

Kann mal bitte jemand Stopp sagen?

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Hättest du gerne einen Knopf, den du drücken kannst, wenn deine Gedanken sich unaufhörlich drehen und dir das Leben zur Hölle machen?

Drehst du am Rad und findest den Ausstieg nicht? Ging es dir gerade noch ganz gut und plötzlich, wie aus heiterem Himmel, ist das ungute Gefühl wieder da und zieht dich herunter?

Du bist nicht deine Gedanken. Dein Verstand hat nur eine Referenz, die Vergangenheit. Doch du bist sehr viel mehr, als das was du über dich denkst.

Negative Gedanken sind eine schlechte Gewohnheit und lassen sich umlenken – und ich rede jetzt nicht von der rosaroten Brille.

Gib dir selber täglich die Chance, die beste Version von dir zu werden. Aufräumen beginnt im Kopf!

Hast du ein HausTier?

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Hast du ein Haustier?

Hund
Katze
Schildkröte
Goldfisch?

Nein, bist du ganz sicher? Vielleicht liegt es nicht neben dir auf dem Sofa oder in seinem Bettchen, sondern fläzt sich in deinem Inneren, blockiert dich und raubt dir die letzte Energie. Die Energie, die du gerade so dringend bräuchtest, um das Nötigste im Haushalt zu erledigen? Warum muss alles nur so anstrengend sein?

Das Tierchen, das bei dir wohnt, heisst SchweineHund!

Hast du oft das Bedürfnis, dich einfach hinzulegen und zu schlafen oder erst gar nicht aufzustehen? Möchtest du deine Gedanken abstellen und in einen neutralen Raum entschwinden?

Braucht dein EnergiePegel dringend einen Kick? Hier schenke ich dir 30 Minuten Sendepause zum Herunterfahren und zu dir kommen.

Schmerz, sei willkommen!

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Wenn ich mal wieder an einem Problem rum“gnage“, wie wir Schweizer sagen, also es hin- und herwälze, es mir körperliche Schmerzen bereitet, daran zu denken und selbst es zu verdrängen, tut weh, dann erinnere ich mich an eine Methode, die mir ein früherer Coach mal gezeigt hat.

Das Erstaunliche daran ist, dass ich dieses Tool zwar schon seit Jahren in meinem Fundus weiss, jedoch nicht den Mut hatte, es anzuwenden. Nach dem Motto: Wenn ich das mache, wird der Schmerz ja noch viel präsenter, wer weiss, was da hoch kommt und ob ich damit umgehen kann. Da war wohl mein noch mehr Schmerz vermeiden-Programm ganz fleissig, nur leider nicht effektiv.

Und drum habe ich es dann einfach mal probiert und möchte dich an meiner Erfahrung teilhaben lassen. Ich bin ein Bildermensch. Kaum schliesse ich die Augen, fliegen bunte Fetzen an mir vorbei. Zuerst einmal liess ich diese wild durcheinander gleiten, ohne sie aufzuhalten. Dann konzentrierte ich mich auf das Thema, das so weh tat. Atmete immer wieder tief ein und aus und liess es zu, dass sich der Schmerz ausbreitete, so weit, wie er halt Platz brauchte. Merkte, dass ich immer wieder den Atem anhielt – und schnaufte ruhig und konzentriert weiter. Der Schmerz kam wellenförmig, überrollte mich und zog sich ebenso rasch wieder zurück. Wenn ich fürchtete, mich darin zu verlieren, atmete ich speziell intensiv in mein Herz und spürte und spürte und spürte.

Es kostete mich einigen Mut, das zu probieren. Und es hat sich gelohnt. Verdränge oder schiebe ich den Schmerz, das Thema weg, kommt es immer wieder. Das kennst du vielleicht auch. Und mit dieser sanften Methode lasse ich ihm den Platz, den er braucht, widme ihm meine ganze Energie und Aufmerksamkeit. Und ich staunte selber: Er war weg. Und ich noch da. 🙂 

Manchmal kehrt er zurück, dann drehen wir gemeinsam noch eine Ehrenrunde. ❤ Und ganz oft weiss ich nicht, was das ungute Gefühl ausgelöst hat, egal. Einfach atmen, rein spüren, mir Zeit dafür nehmen. Ich brauche nicht nachzudenken, nichts aufzuschreiben, alles ist in mir, was ich zur Heilung brauche.

Ich habe verstanden, dass er mir nichts Böses will. Er ist wie die rote Lampe am Armaturenbrett des Autos – ein Warnhinweis. Seither mache ich das unmittelbar, wenn ich ein bohrendes Gefühl in der Brustgegend oder einen Anflug von Übelkeit verspüre.

Das sind meine Symptome, welches sind deine? Woran spürst du, dass dich etwas festhält und dir etwas sagen will?