Wie entstehen meine Blogbeiträge?

Zugegeben, mein Wohnort ist nicht die schlechteste Wahl für ein Home-Office  :-). Und oft geschieht es genau so, ich sehe ein Foto, lese eine Headline, habe mit meinem Partner eine Diskussion – und schwupp – ist mein nächstes Thema geboren. Dass ich aus einer sehr sprachgewandten Familie stamme (wir unterhielten uns damals über drei Generationen in genau so vielen Sprachen, an einem Tisch sitzend und ein gutes Essen geniessend – Wein gab’s für mich damals noch keinen). Dass ich als unfrewilliges Einzelkind unter lauter Erwachsenen gross geworden bin, hat seines dazu beitragen.

Ich habe schon so viele Fragen zum Thema: Wie machst du denn das, woher nimmst du die Ideen, ich brauche ewig, bis ich nur einen Satz geschrieben habe, bekommen. Und ja, auch ich habe die Tipps & Tricks im Internet studiert, andere Blogs abonniert und wieder abbestellt. Und auch meine Beiträge sind manchmal leicht aus der Hüfte geschossen, weil ich einen Schreibschub habe. Ob es die LeserInnen interessiert? Könnte ich anhand der Kommentare und und Likes ergründen. Doch weisst du, ein Stück weit ist mein Blog ja eben genau das – mein Blog. Und wenn ich mir zuerst immer den Kopf darüber zerbreche, ob das wohl jemanden interessiert, tja … Und natürlich versuche ich, meine Begeisterung für das aufgeräumte Leben rüberzubringen, ich kann so viel Gutes bewirken und die Menschen sind so glücklich und erleichtert, nachdem sie mit mir gearbeitet haben, das muss doch in die Welt hinaus!

Oder wie ein Coach von mir mal gesagt hat: Du bist es den Menschen da draussen schuldig, sie über deine geniale Dienstleistung zu informieren. Und wir wissen ja, es ist zum kleinsten Teil der geschriebene Text, der es ausmacht, die Bilder sind nett. Entscheidend ist die Energie, die fliesst (oder auch nicht), welche Menschen anzieht oder nicht … Und deshalb nehme ich mich selber immer mal wieder an der berühmten Nase und schreibe mir eine Liste: Ich brauche neue Kunden, und das bedeutet … Spannend, was da so steht. Und noch spannender, es zu hinterfragen. Du ahnst es bereits, mit The Work.

Und auch wenn mich viele Leute als perfektes Wesen sehen, als Überflieger – und zugegeben, einige Sachen habe ich tatsächlich extrem im Griff – ich bin aus Fleisch und Blut. Irdisch, verletzlich, manchmal total gut drauf, selbstsicher und oft auch etwas verwirrt, mit 1000 Fragen im Kopf. Lernen wir, zu unseren Schwächen zu stehen und unterstützen wir uns gegenseitig.

Mein allergrösster Lehrer ist mein Partner, auch frühere Männer waren es oder hätten es sein können, wenn ich das gewusst hätte, was ich heute weiss: Dass Weglaufen für mich nicht die Lösung ist. Jeder von ihnen war auf seine Art perfekt. Perfekt für mich. Ich dachte, ich würde das Zusammensein mit ihm nicht aushalten. Ich hatte weder Mut noch genug Kraft, mich auszuhalten. Daran war niemand schuld, nicht mal ich. Denn ich glaubte einfach meine stressvollen Gedanken. Und so lange ich dies tat, geriet ich in ähnliche Situationen, um erneut zu flüchten. Und auch aus dieser Erfahrung und dem Gelernten entstehen meine Artikel, weil ich schon vielen Menschen auf die Sprünge helfen konnte, mit all‘ dem, was mich heute ausmacht.

Ich bin dankbar, für alles, was in meinem Leben geschehen ist und geschieht, dafür hier sein zu dürfen, auch wenn ich mir oft im Weg stehe (wer sonst solhome-officelte es sein …).