Gärtnern ist das neue Aufräumen.

Wer mich etwas länger kennt, hätte mir ziemlich alles zugetraut, doch sicher nicht, dass ich eines Tages das Gärtnern für mich entdecken könnte. Doch genau das ist passiert. Als ich letzten Herbst, früh morgens um 07.30 Uhr draussen sass, mit Fleecejacke, Gartenhandschuhen, klammen Händen und Füssen, um die Blumen winterfest zu schneiden, realisierte ich: Das muss Liebe sein. Gar nicht anders möglich. Wo ich doch kuschlig-warm eingehüllt unter der Bettdecke liegen könnte …

Ich hatte mir immer gewünscht, mit meinem Schatz ein gemeinsames Hobby zu haben. Da wir wegen unseres Hundes nicht mehr so oft gemeinsam auf der Harley ausfahren können und es mir nachweislich nicht gelungen ist, ihm das Tanzen schmackhaft zu machen, habe ich realisiert, ja klar, gemeinsam unseren Umschwung zum Blühen zu bringen, könnte unser nächstes Herzensprojekt sein. Und da ich so gerne aufräume, merkte ich, wie nahe dran ich mit dem Jäten und Rosen schneiden bin.

Platz machen für Neues. Veraltetes, der Natur nicht mehr Dienliches abschneiden, dem neuen Leben Raum geben.